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Webhosting-Anbieter vergleichen: eine Checkliste

Hosting Veröffentlicht 9. November 2006 · Aktualisiert 3. August 2026 · 7 Min. Lesezeit

Kurz gefasst

Vergleichen Sie
Leistungsdaten, Vertragsbedingungen, Support und Umzugsfreiheit, in dieser Reihenfolge.
Warnzeichen
"Unbegrenzt" ohne Fair-Use-Angabe und Preise, die nur im ersten Jahr gelten.
Oft übersehen
Wie schnell Sie wieder herauskommen, wenn es nicht passt.

Hosting-Angebote sind schwer vergleichbar, weil jeder Anbieter andere Kennzahlen betont. Wer die Angebote auf dieselben vier Fragen herunterbricht, sieht die Unterschiede in wenigen Minuten.

Als hier 2006 zum ersten Mal über Hosting geschrieben wurde, ging es um Webspace in Megabyte und darum, ob PHP überhaupt verfügbar ist. Beides ist heute kein Thema mehr. Die Kriterien haben sich verschoben, die Methode nicht: erst die Anforderungen aufschreiben, dann die Angebote danach sortieren, nie umgekehrt.

Schritt 1: Anforderungen festhalten

Bevor Sie eine einzige Anbieterseite öffnen, notieren Sie: Wie viele Websites? Welches System? Brauchen Sie E-Mail-Postfächer unter der Domain? Gibt es einen Shop oder Formulare mit personenbezogenen Daten? Wer betreut die Technik? Diese fünf Antworten schließen die meisten Angebote von vornherein aus.

Schritt 2: Leistungsdaten prüfen

Schritt 3: Vertragsbedingungen lesen

Hier stecken die unangenehmen Überraschungen:

Der Begriff "unbegrenzt" ist im Hosting nie wörtlich gemeint. Suchen Sie in den AGB nach der Fair-Use-Klausel. Steht dort keine Zahl, ist die Grenze das, was der Anbieter im Einzelfall festlegt.

Schritt 4: Support testen, bevor Sie ihn brauchen

Stellen Sie vor dem Abschluss eine konkrete technische Frage über den Supportkanal. Die Antwortzeit und die Qualität der Antwort sagen mehr über den Anbieter aus als jede Auszeichnung auf der Startseite. Prüfen Sie außerdem, ob es überhaupt einen Kanal gibt, der ohne Wartezeit erreichbar ist, und in welcher Sprache.

Die Checkliste in Kurzform

  1. Anforderungen aufgeschrieben?
  2. PHP-Version frei wählbar und aktuell?
  3. Speicher pro Prozess mindestens 128 MB?
  4. Backup außerhalb des Webspace, Restore selbst auslösbar?
  5. Preis ab dem zweiten Jahr bekannt?
  6. Laufzeit maximal zwölf Monate?
  7. Domainumzug ohne Hürden zugesagt?
  8. Support vorab getestet?

Häufige Fragen

Lohnt ein Wechsel wegen zwei Euro im Monat?

Selten. Ein Umzug kostet Zeit und birgt Risiken. Ein Wechsel lohnt bei technischen Grenzen, schlechtem Support oder wiederholten Ausfällen, nicht bei kleinen Preisunterschieden.

Deutscher Anbieter oder international?

Entscheidend sind Serverstandort, Vertragssprache und die Verfügbarkeit eines Auftragsverarbeitungsvertrags. Wo der Firmensitz liegt, ist nachrangig, solange diese drei Punkte stimmen.

Was, wenn WordPress zum Einsatz kommt?

Dann kommen ein paar spezifische Punkte hinzu, die im Beitrag WordPress-Hosting stehen.